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Eisenbahnvereine lassen die Draisine rollen

Hunderte Mitfahrer wären gerne mit Muskelkraft bis nach Waldenburg gebracht worden

Wolkenburg/Werdau. Am Wochenende haben mehrere hundert Besucher das "Bunte Dorf Wolkenburg-Kaufungen" auf der historischen Handhebel-Draisine vom Thüringer Eisenbahnverein erleben können, davon allein am Samstag über 200 Ausflügler. Bei den Fahrten zum großen Vereins-Fest im Muldental arbeiteten der Eisenbahnförderverein Westsachsen-Ostthüringen "Friedrich List" (EFWO) und der Limbach-Oberfrohnaer-Eisenbahnverein (LOEV) im Team.

Bereits am Freitag hatte André Ackermann von der Waldbahn Werdau - Wünschendorf das mehr als 100 Jahre alte Schienenfahrzeug von Weimar nach Penig gebracht. Dieser Transport funktionierte nur, weil der Zwickauer Ziegenhof des Behindertenverbands Sachsen seinen Kleintransporter zur Verfügung stellte. Unterwegs wurde noch ein Abstecher ins Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerks Zwickau (RAW) unternommen. Der Präsident des Deutschen Bahnkundenverbands Gerhard Curth besichtigte die eingelagerten Museums-Fahrzeuge im ehemaligen RAW.

Noch war aber die Draisine nicht in Wolkenburg. Deshalb packten André Ackermann mit Kerstin und Ulrich Münzberger von der Waldbahn sowie Toni Naumann und Andreas Wende von den Muldentalbahnern des LOEV am Samstagmorgen gemeinsam zu, um die Draisine auf dem Schienenweg von Penig nach Wolkenburg zu bringen. So konnten kurz nach 12 Uhr die Pendelfahrten zwischen dem Hauboldfelsen, dem Bahnhof Wolkenburg und der ehemaligen Papierfabrik beginnen. Doch viele Wanderfreunde wären gern weiter bis nach Waldenburg gefahren. "Touren bis nach Waldenburg mit Muskelkraft dauern einfach zu lange. Da müssen wir anderen einen Korb geben", bedauerte Ackermann. (HÖB)

Publikation Freie Presse
Lokalausgabe Werdauer Zeitung
Erscheinungstag Montag, den 02. August 2010
Seite 13




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