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Das Webportal des

 Eisenbahnförderverein

Westsachsen / Ostthüringen

EFWO „Friedrich List“ e.V.

   

Aktuell

30.05.2008

Mitte April 2008 wurde die Strecke am Kilometer 2,6 nähe Leubnitz-Forst mit Unterstützung Werdauer Bürger von Baum- und Strauchwuchs befreit

 

Aktuelles von der Werdauer Waldbahn

im Rahmen unserer Vereinsarbeit wurden die Streckenabschnitte der Werdauer Waldbahn zwischen Werdau-West und Langenbernsdorf sowie im Bahnhofsbereich Teichwolframsdorf in den Monaten März - Mai 2008 weiter freigeschnitten. Diese für die Reaktivierung der Strecke notwendigen Arbeiten werden in den kommenden Wochen fortgeführt. Wer die Arbeiten unterstützen möchte kann sich hierzu mit uns in Verbindung setzen. (siehe Kontakt/Impressum)

 

Der Wald vom Bahnhofsgelände Teichwolframsdorf ist weitgehend entfernt. Zur Zeit wird der Bereich des Güterbahnhofes von Unrat und Baumbewuchs befreit.


 

 

Gedenken an einer Erinnerungsstätte im ehemaligen RAW Zwickau
 

Am 9.Mai 2008 fand auf Einladung des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten,
Kreisverband Zwickau eine Gedenkveranstaltung an einer Erinnerungsstätte der Arbeiterbewegung des ehemaligen RAW Zwickau statt.

Nach der Ansprache durch den Vorsitzenden des VVN/BdA Zwickau Günter Weigel, erhielt André Ackermann für den Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. das Wort zur Rede. Im Anschluss wurde nach einer Schweigeminute Blumengebinde an der Erinnerungsstätte am ehemaligen Batterieladeraum des RAW Zwickau niedergelegt.

 

 


Nachfolgend der Redebeitrag für den Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V.


Verehrte Anwesende, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
Im Namen des Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ danke ich den Verband der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten des Kreisverbandes Zwickau für die Möglichkeit heute und hier das Wort erhalten zu haben. Wir stehen fest an Eurer Seite und sind gleichfalls der Überzeugung dass es nie wieder Krieg und Faschismus geben darf.
Am 9.Mai 2008 jährte sich der Jahrestag des russischen Gedenkens „Den Sieg der Sowjetarmee über den Hitlerfaschismus“ zum 63. male und ist anzuknüpfen an den für uns denkwürdigen 8.Mai 1945 „Dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus“. Diese Gedenktafel in einem vom Wandel geprägten Werk der jetzigen Deutschen Bahn AG, den 1908 in Zwickau aufnehmenden Eisenbahnwerkstätten ist in diesem Jahr Ort des Gedenkens und vor allem der Mahnung. Denn auch diese Gedenktafel ist Bestandteil einer 100 jährigen Geschichte der Zwickauer
Eisenbahnwerkstätten welche in diesem Jahr vollendet wurden ist. Leider ist dieser Ort zu sehr in Vergessenheit geraten umso wichtiger ist es gegen das Vergessen zu erinnern! Wie auch in anderen Industriebetrieben der Stadt Zwickau ist ebenfalls die Geschichte der Zwickauer Eisenbahnwerkstätten mit Schmutz und Grausamkeiten der faschistischen Naziherrschaft befleckt worden. Die Gedenktafel des alten Batterieraumes wurde am 8.Mai 1980 enthüllt und erinnert an die im RAW Zwickau zur Zwangsarbeit gepressten sowjetischen Kriegsgefangenen welche unter katastrophalen Verhältnissen Hungernd schuften mussten wobei es auch Tote gab. Durch die Nazis wurden fortschrittliche Arbeiter des Werkes, darunter Betriebsratsmitglieder und Angehörige der SPD oder KPD aus dem Werk entlassen, verhaftet und schwer körperlich misshandelt. Kollegen welche mit den fortschrittlichen Arbeitern sympathisierten wurden ebenfalls schikaniert. Weigerte man sich das Hakenkreuzbanner aus dem Fenster zu hängen oder mit der Grußhand zu grüßen wurden Hausdurchsuchungen angeordnet und die verhasste faschistische Ideologie mit allen Mitteln der Diktatur versucht durchzusetzen. Der Bezug zum Schloss Osterstein ist neben anderen Haftanstalten und Konzentrationslagern hierbei als wesentlich zu bezeichnen. Dennoch schaffte es das hier ansässige Proletariat den Antifaschistischen Widerstand wenn auch unter schwierigen Voraussetzungen unter Einsatz des Lebens aufrecht zu halten. An diesen Ort traf sich der illegale, antifaschistische Widerstand. Diese Menschen lebten mit einer ständigen Lebens bedrohlichen Gefahr, sie opferten sich auf für eine Welt in Frieden, eine Welt ohne Angst eine Welt wo den nachfolgenden Generationen der Hunger und Not erspart bleiben sollte. Zudem ist die Geschichte der Deutschen Eisenbahn nicht nur mit Zwangsarbeit und Inhaftierung durch die Nazis in Verbindung zu bringen sondern auch als ein Werkzeug der industriellen Massenvernichtung und Mord. Denn wie sonst konnten Deportationszüge fahrplanmäßig Menschen in den Tod bringen wenn nicht die Führung der damaligen Deutschen Reichsbahn wohlwollend Lokomotiven, Waggons und menschliches Personal für Bares zur Verfügung stellten. Gedenken Wir hier und heute den Antifaschistischen Widerstandskämpfern den Toten zu Ehren und der Lebenden zur Mahnung. Diese Verbrechen dürfen sich nicht wiederholen und diese Verantwortung durchzusetzen sollte nicht alleinige Aufgabe von Verbänden, Gewerkschaften oder politischen Parteien sein, nein es ist auch Aufgabe für uns als Eisenbahnförderverein, denn es gehört mehr zur Aufgabe als Lokomotiven und Gleise zu erhalten oder zu reaktivieren. Das Eisenbahnwesen ist kein Selbstzweck sondern ist abhängig von der Verbundenheit zwischen Menschen und Maschinen, von gesellschaftlichen Impulsen sowie der Begegnung in der ganzen weiten Welt. Ohne diese Verbundenheit würde das Eisenbahnwesen nicht existieren könnten. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Fotos by VVN-BdA Zwickau

 

  EFWO war dabei zum 1.Mai in Zwickau

auch in diesem Jahr beteiligte sich der Eisenbahnförderverein EFWO "Friedrich List" e.V. traditionell an der 1.Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB auf dem Zwickauer Hauptmarkt. Mit einen Informationsstand wurde über aktuelle Tendenzen der Vereinsarbeit informiert, wobei Leseproben des DBV Mediums "Signal" und das Infoblatt "Bahnpost" reges Interesse fanden. Gleichfalls wurde die Spendenaktion für den im Februar 2008 aufgrund eines Brandanschlages arg beschädigten Abfertigungsgebäudes des Bahnhofes Werdau/West gestartet um dieses Gebäude in denkmalgerechten Zustand wieder instand setzen zu können.
Zahlreiche Diskussionen und Gespräche zur Werdauer Waldbahn aber auch zu Verkehrs- und Gesellschaftspolitischen Fragen wurden geführt, wobei die anstehenden Kommunalwahlen für den Großkreis Zwickau auch im Zusammenhang betreffender Vereinsprojekte welche gemeinnützigen Hintergrund haben kritisch hinterfragt wurden.

Als Gastredner konnten zu diesen 1.Mai in Zwickau unter anderen Ottmar Schreiner AfA-Bundesvorsitzender und Olivier Höbel IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen gehört werden. Neben Infoständen von Gewerkschaften, demokratischen Parteien sowie antifaschistischen und sozialen Verbänden setzte auch der Eisenbahnförderverein EFWO "Friedrich List" e.V. mit seiner Teilnahme gleichfalls Zeichen für Frieden, soziale Gerechtigkeit und gegen neonazistische Reaktion.
 


Pressemeldung: EFWO "Friedrich List" e.V. Mai 2008

 

05.05.2008

Ein Kulturdenkmal für Werdau!

Spendenaktion zum Wiederaufbau
des Abfertigungsgebäude am Bahnhof Werdau-West

Spendenkonto für das
Kulturdenkmal Bahnhof Werdau/West
Sparkasse Zwickau
Bankleitzahl: 87055000
Kontonummer: 2201008666

 

Download Flyer (PDF-Datei) >>>

 

04.04.2008

aktuelle Bahnpost-Ausgabe 1.2008

Informationsblatt des Eisenbahnförderverein
EFWO "Friedrich List" e.V.
  • Brandanschlag auf Kulturdenkmal

  • Nachrichten

  • Technische Denkmale sind Kulturdenkmale

  • Umwelt und Verkehr

  • Historisches Gleis freigelegt

  • Wirtschaft und Verkehr

  • Bahnkunden-Informationen

  • letzte Seite

hier zum ansehen und lesen >>>          zum Download (PDF-Datei) >>>

 

 

Mitteilung des Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List" e.V. vom 26.2.2008

Brandanschlag hinterlässt erheblichen Schaden

In der Nacht zum Samstag den 16.Februar 2008 wurde das Stationsgebäude des Bahnhofes Werdau/West durch einen Brand erheblich beschädigt. Der ehemalige Dienstraum, die fachwerkmäßig erbaute Holzfassade sowie die Hälfte der Dachkonstruktion des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wurden vom Feuer erheblich zerstört. Zwei mal musste die Feuerwehr ausrücken um den Brand endgültig zu löschen. Gegen 0.23 Uhr ging der erste Notruf ein, wobei das Feuer nach Aussage der Feuerwehr in Betrachtung des Abbrandes der Holzbalken zu diesem Zeitpunkt bereits ca. eine dreiviertel Stunde gebrannt haben muss. Gegen 5.45 Uhr übergab die Kriminalpolizei das Gebäude an den EFWO „Friedrich List" kurz darauf musste die Feuerwehr gegen 06.03 Uhr nochmals allarmiert werden, nachdem sich ein Glutnest durch starkes knacken und erneuter Rauchentwicklung im Dach bemerkbar machte. Die Feuerwehr hatte Rücksicht auf den Denkmalschutz genommen und hätte das Dach sonst komplett aufgerissen.

Für die hohe Einsatzbereitschaft danken die Mitglieder des Eisenbahnfördervereins EFWO „Friedrich List" e.V. den Kollegen der freiwilligen Feuerwehr Werdau welche schlimmeres verhindern konnten. Mit dem 1.Januar 2008 waren die Weichen Mittels Pachtvertrag zwischen Deutscher Regionaleisenbahn-gesellschaft GmbH und Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List" e.V. für die Herrichtung eines EFWO- Vereinsheimes unter Einbeziehung eines musealen Charakters in diesem geschichtsträchtigen Gebäude gestellt worden. Die Schäden welche seit der Einstellung des Eisenbahnverkehrs auf der Kursbuchstrecke (542) Werdau – Wünschendorf/Elster am 29.Mai 1999 in neun Jahren durch mutwilligen Vandalismus in Form von eingeschlagenen Fenstern, Farbschmierereien sowie Witterungseinflüssen gewirkt hatten, wären mit überschaubarem Aufwand reparabel gewesen. Vor allem war das Dach in einem guten Zustand erhalten. Der Sachschaden nach dem Brand wird zwischen 8000 und 10 000 EURO geschätzt. Bei der Brandursache wurde Brandstiftung bestätigt, wobei die Ermittlungen hierzu noch laufen.

Der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List" e.V. hält trotz dieses Rückschlages an seinen Plänen fest, dieses Bahnhofsgebäude als Kulturdenkmal wieder in einen betriebsfähigen Zustand für eine gemeinnützige Nutzung auch im Hinblick auf die schrittweise Reaktivierung der Eisenbahnverbindung durch den Werdauer Wald zu versetzen.

Brandanschlag auf das Kulturdenkmal Bahnhof Werdau-West vom 15.02./16.02.2007

 

Januar 2008

Eisenbahnstrecke Werdau/West – Wünschendorf/Elster wieder als Kbs. 542 im Kursbuch zu finden

Im neuen Kursbuch der Deutschen Bahn AG welches zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 Gültigkeit hat, ist der Eisenbahnstrecke Werdau/West – Wünschendorf/Elster wieder eine Kursbuchnummer zugeteilt wurden. Unter der Nummer 542 ist die Strecke wenn auch noch ohne Verkehr wieder zu finden. Erfreut und erleichtert zeigte sich der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. und die Deutsche Regionaleisenbahngesellschaft GmbH auch über die Mitteilung der Deutschen Bahn AG, dass der Anschluss der Waldbahn in das Streckennetz der Deutschen Bahn AG gesichert ist. Mitte des Jahres 2007 war der Weichenanschluss in Wünschendorf/Elster ähnlich wie in Werdau erheblich in Gefahr geraten. Dies hätte einen völligen Inselbetrieb mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der seit 2000 stillgelegten Eisenbahnstrecke gehabt

 

Januar 2008

Denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilt

Auf Antrag des Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. wurde die Denkmalschutzrechtliche Genehmigung zur Sicherung und Instandsetzung des Abfertigungsgebäudes am Haltepunkt Werdau/West durch die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Zwickauer Land erteilt. Somit ist die rechtliche Grundlage geschaffen, das Gebäude im Sinne der Denkmalschutzrechtlichen Erhaltung zu sanieren. Angedacht ist es, den Dienstraum des Stationsgebäudes in einen wieder funktionsfähigen Zustand  zu versetzen sowie einen musealen Charakter zu integrieren. Weiterhin soll der zweite vorhandene Raum für gemeinnützige Zwecke, Tagungen oder Feierlichkeiten hergerichtet werden. Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Waldeisenbahnstrecke Werdau/West – Wünschendorf /Elster soll nach Vorstellung des EFWO „Friedrich List“ e.V. als nächster Schritt Kostenvoranschläge und fachmännische Beratung hinzugezogen werden. Über Unterstützung für das Vorhaben würde man sich sehr freuen. Zudem wurde ein Pachtvertrag zur Übernahme des Haltepunktes Werdau/West zum 1.Januar 2008 mit der Deutschen Regionaleisenbahngesellschaft GmbH am 21.Dezember 2007 in Wünschendorf unterzeichnet. Der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. hat somit sein erstes Vereinsheim zur zukünftigen uneingeschränkten Nutzung an der Strecke.                        

Das Stationsgebäude von Werdau-West – unser Vereinsheim
 

Dezember 2007

Draisinenbetrieb ist keine Lösung für die Waldbahn

Zurücklehnen kann sich der Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ e.V. im bevorstehenden Jahr 2008 keineswegs. Nicht alles was sich für das Jahr 2007 vorgenommen wurde konnte erreicht werden. Dennoch ist dies nicht nichts, hat sich doch einiges an der Eisenbahnstrecke Werdau/West – Wünschendorf/Elster in 6 Monaten nach der Übernahme durch die Deutsche Regionaleisenbahngesellschaft GmbH im Juni 2007 getan. Draisinenbetrieb ist für den EFWO allerdings keine Lösung für diese Strecke, es müssen Eisenbahnen rollen so der Vereinsvorstand. 2008 muss der Abschnitt Seelingstädt – Werdau/West für den Eisenbahnverkehr  in einem Fahrwerten Zustand versetzt werden. Dieser Appell des Fördervereins wird von der DRE sowie dem Deutschen Bahnkunden-Verband DBV nach einem Treffen am 21.12.2007 in Wünschendorf als Aufgabenstellung auch im Hinblick auf die bevorstehenden 25. DBV Schienenverkehrswochen im September 2008 gleichfalls so verstanden. „Eine tote Strecke nützt keinen etwas“ so der Geschäftsführer Gerhard J. Curth. Mitte Januar 2008 hat ein weiteres Arbeitstreffen mit EFWO und DRE zur Reaktivierung stattgefunden.

 

 Dezember 2007

 Streckenfreischnitt geht weiter

Der Streckenfreischnitt zwischen Werdau/West und Langenbernsdorf wird in den Wintermonaten 2008 erfolgen. Leider wurde die von der ARGE Zwickauer Land bewilligte ABM Maßnahme im November 2007 aus unerklärlichen Gründen abgebrochen. Ungeachtet dessen wird der EFWO „Friedrich List“ mit den Freischnittarbeiten ab Mitte Januar 2008 weiter machen. Außerdem ist die Beräumung und Säuberung des Streckenabschnittes Langenbernsdorf – Teichwolframsdorf von Grünschnittrückständen vorgesehen. Diese Arbeiten sollen bis ende März 2008 abgeschlossen sein um den weiteren Streckenabschnitt Teichwolframsdorf – Seelingstädt im Anschluss frei zu räumen.

Die Bahnhofsausfahrt Werdau-West nach dem Freischnitt 2007